Hoff-Dombrowski

Ihr Anspruch auf Pflegeberatung

 

Pflegebedürftigkeit ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, denn eine immer älter werdende Zivilgesellschaft stellt die westlichen Industrienationen und ihre sozialen Sicherungssysteme seit Jahrzehnten vor große Herausforderungen. Der Anteil der multimorbiden und pflegebedürftigen Menschen steigt stetig an. Deutschland reagierte 1995 mit der Einführung einer sozialen Pflegeversicherung, um die Belastungen von Menschen in ihrer Versorgungssituation abzufedern. Es gilt also Menschen zu befähigen, ihre eigenen Gesundheitsressourcen schonend, die Pflege von Angehörigen in ihrer Häuslichkeit langfristig zu sichern. Entlastungsmöglichkeiten müssen ebenso aufgezeigt werden wie Maßnahmen zur Verhinderung und Verschlimmerung von Pflegebedürftigkeit.

 

Diesen Unterstützungsbedarf erkannte der Gesetzgeber und verankerte an verschiedenen Stellen des SGB XI, welches die Ausgestaltung der Sozialen Pflegeversicherung regelt, einen Anspruch auf Beratung, der in den letzten Jahren weiter ausgebaut wurde. Pflegekurse und individuelle Schulungen sollen Angehörige zur Pflege befähigen, wohnortnahe Pflegestützpunkte bei Fragen zur Versorgung zur Verfügung stehen und besonders qualifizierte Fachkräfte dem Angehörigen und Pflegebedürftigen bei der Versorgungsorganisation hilfreich zur Seite stehen.

 

Besonders die in den §§ 7, 7a, 7b SGB XI beschriebene und durch den GKV-Spitzenverband spezifizierte neutrale und unabhängige Beratung stellt für die Pflegeversicherungen, die diese sicherzustellen bzw. zu finanzieren haben, eine große Herausforderung dar. Spezielle Weiterbildungsmaßnahmen sollen unterschiedliche Berufsgruppen qualifizieren, für Pflegebedürftige eine passgenaue Versorgungsstruktur aufzubauen, wobei sozialrechtliche Fragen ebenso berücksichtigt werden sollen wie konkrete pflegefachliche Sachverhalte.

 

Der Kurzvortrag beschäftigt sich mit der Frage, wie Krankenversicherungen die gesetzliche Verpflichtung umsetzen und welche Fragestellungen bei der Pflegeberatung erfahrungsgemäß behandelt werden.

 

Der Referent

Frank Hoof-Dombrowski ist Krankenpfleger und Gesundheitswissenschaftler (BSC, MHBA). Nach langjähriger Erfahrung in verschiedenen medizinisch-pflegerischen Disziplinen arbeitet er seit 2007 in der Patienten- und Pflegeberatung.

 

Als Leitung einer bundesweit tätigen Beratungsstelle gem. § 7b SGB XI organsiert er seit 2008 die aufsuchende Pflegeberatung für zahlreiche Krankenversicherungen.

 

 

 

PA-FACHMESSE FÜR PFLEGENDE ANGEHÖRIGE

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